Im Laufe der Zeit habe ich so einige Sportarten kennenlernen dürfen. Da ist so ziemlich alles dabei gewesen. Von Ballsportarten bis hin zu Sport mit Geräten, wie: Surfbrettern, Skiern oder eben auch Rädern. Da ich mich derzeit eh gezwungener Maßen verstärkt mit einem anderen Sport als Laufen beschäftigen muss (meine Hüfte zwickt), habe ich das Radfahren schätzen und insbesondere das Mountain- und Gravelbike lieben gelernt. Dazu passte mir ganz ganz gut in den Kram, dass ich im Rahmen eines Jobs die Chance bekam, mit einem MTB-Pro auf den Pumptrack zu gehen. Pumptrack, jau, das ist diese Hubbelpiste, über die man fährt, springt und jecke Sachen machen kann.

“Die gute Nachricht zuerst: Fahren auf einem Pumptrack ist für jeden etwas, unabhängig von Alter und Können!”

Genau mit diesem Wissen im Hinterkopf stelle ich mich auf diesen Bikesport ein und treffe mich mit Coach Sonja Granzow am Orthomol-Pumptrack in Langenfeld. Es ist für mich das erste Mal, ich bin sehr gespannt. Sonja hat alles Notwendige an Equipment mitgebracht. „Es gibt spezielle Bikes für den Pumptrack. Doch man kann auch mit einem ganz normalen Rad fahren, sogar mit einem Roller ist Spaß garantiert“, erklärt Sonja mir zum Einstieg. Ihr Fahrrad ist ein solches Special-Bike. Dem Mountainbike sehr ähnlich, ist die Sitzhöhe jedoch äußerst niedrig, etwa wie beim BMX-Rad. „Okay“, denke ich mir und ahne bereits, daas die ganze Angelegenheit anstrengender wird, als gedacht, denn Sitzen ist auf diesen Rädern nicht die erste Option. Mir wird ein ebensolches Leihrad zur Verfügung gestellt.

Zusätzliche Ausrüstung

Zum Rad empfiehlt es sich, zusätzliche Ausrüstung zu tragen. Ein Helm ist Pflicht, logisch, zudem gibt es Schienbeinschützer und Handschuhe. Bei dem Blick auf eine der schrägen Steilwände innerhalb des Rundkurses, bekomme ich leise Zweifel, ob ich am Ende der angedachten Übungsstunde ohne nennenswerte Schrammen den Heimweg antreten werde. Besagter Rundkurs ist ein hügeliger, asphaltierter Weg. Die Hügel sind unterschiedlich hoch und in wechselnden Abständen zueinander angelegt. Zusätzlich sind jeweils in den Ecken des Kurses poolähnliche Wannen angebracht, man kennt diese aus Skaterparks. Zentraler Punkt ist die besagte Steilwand aus Holz. „Keine Sorge“, sagt Sonja, die meine Gedanken wohl erahnt.

Die richtige Technik

Mein Coach startet mit leichten Übungen auf ebener Fläche, damit ich das Rad kennenlernen und Bewegungen einzustudieren kann, die für das effiziente Fahren über die Hügel nötig sind. Und so rollen wir langsam hintereinander her, trainieren den Cowboy (Ellbogen nach außen drücken, tief in die Hocke gehen und den Rücken durchstrecken), die Dreineun-Position (die Stellung der Pedale ist dabei waagerecht zum Boden) und das Pumpen (Durchdrücken der Arme, Po rausstrecken und dann wieder in den Cowboy gehen, dann alles wiederholen, sodass es zu einem ständigen Bewegungsfluss kommt). „Durch diese Bewegung kommst du pumpend über die Hügel, ohne die Pedale zu benutzen“, erklärt Sonja und fährt in Richtung der ersten Wölbung. Zunächst langsam, dann etwas zügiger rollt sie, ohne Pedaleinsatz, pumpend über die Strecke. Da sieht schon cool aus, aber sie ist ja auch der Pro!

Ein Selbstversuch

Nun bin ich an der Reihe. Um etwas Schwung zu bekommen, trete ich kurz in die Pedale, gehe dann in die Dreineun-Stellung, strecke den Po nach oben durch und gehe in den Cowboy runter. Gar nicht so einfach, auch wenn es für Außenstehende bestimmt sehr amüsant aussieht, was ich da so treibe. Ich finde bei meiner ersten Runde keinen Rhythmus und dieser ist wichtig, wie mir Sonja anschließend erklärt. Sie korrigiert vor meinen zweiten Versuch ein paar Kleinigkeiten und siehe da– es läuft gleich viel besser. Zwar habe ich das Gefühl, an so manchem Hügel immer noch fast stehen zu bleiben, weil ich immer im falschen Moment „pumpe“, aber es gibt Hoffnung. Und ich werde mutiger! Bei den nächsten Runden versuche auch ich, die Poolwannen auszufahren. „Dein Blick muss viel weiter nach vorne gerichtet werden, nicht direkt vor das Rad“, korrigiert Sonja auch hier meine Fahrweise. Und so ziehen wir eine Runde nach der nächsten, der Spaßfaktor steigt.

Training für Beine und Kondition

Sonja baut zwischendurch ein paar Sprünge ein, zeigt ihre Kunst an der Steilwand, an der sie am oberen Rand in etwa vier Metern Höhe entlangfährt. Ich ziehe meine Kreise und durchfahre die Steilwand zum Abschluss in etwa 10 Zentimetern Höhe. Während wir so unsere Bahnen fahren, stelle ich nach etwa einer halben Stunde fest, wie anstrengend sich Hinstellen und Hocken auf Beine und auch Kondition auswirken. Ich habe es geahnt, bin aber dennoch überrascht. Für mich jedoch ein positiver, zusätzlicher Aspekt an diesem Sport. Sich auspowern und dabei so abgelenkt zu sein – eine gelungene Kombination. Solltest du nun Lust bekommen haben, das Ganze auszuprobieren, wäre hier eine Übersicht sämtlicher Parks in Deutschland.

Für Einzel- oder Gruppenstunden könnt Ihr Euch auch an meinen Coach Sonja wenden. Ihr erreicht sie über ihre Webpage.

Tipps rund um das Pumptrack-Fahren

  • Ihr benötigt zu Beginn kein Extrarad für einen Pumptrack. Ein normales Mountainbike funktioniert wunderbar.
  • Schienbeinschoner sind neben einem Helm empfehlenswert, falls man auf den schrägeren Passagen eines Kurses mal abrutscht.
  • Es gibt Pumptracks mit einem Asphalt-, Erde- oder Holzstreckenbelag. Strecken mit Asphalt sind für Anfänger zunächst leichter zu befahren.
  • Versucht direkt von Beginn an eine gute Technik zu erlernen. So kommt ihr schneller vorwärts und es macht mehr Spaß.
  • Lasst euch Zeit beim Erlernen. Ihr müsst nicht direkt bereit für die Steilwand sein!

Fotos: Orthomol

Der Text erschien zuerst auf der Blogseite von Orthomol.

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